Von Daten über künstliche Intelligenz bis hin zum autonomen Fahren - welche Trends werden die Lagerlogistik heute und morgen prägen? Ein Einblick.
Lagerlogistik, Entwicklungen für Industrie 4.0 im Jahr 2023
Die Welt der Logistik zeigt heute eine stetig steigende Komplexität der Prozesse, was sich auf die Anforderungen an Effizienz und Produktivität auswirkt. Die Lagerlogistik ist heutzutage hochflexibel, modular und erfordert höchste Präzision.
Die Zahlen sprechen für sich: Laut einer Studie der Robotics Business Review werden bis 2030 90% der Beschäftigten neue Supply-Chain-4.0-Lösungen einsetzen, die auf IoT und Analytik basieren. Im Jahr 2019 waren es noch 45%.
Die digitale Transformation ist in der Lage, Logistiker auf virtuose Wachstums- und Entwicklungspfade zu begleiten. Die Innovationen der Industrie 4.0 ermöglichen es, neue Paradigmen im Namen technologischer Innovation und maximaler Effizienz zu erschließen. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf einige aktuelle und zukünftige Trends.
Die Macht der Daten
Unsere Welt wird zunehmend von Daten bestimmt, und auch die Logistikbranche bleibt davon nicht verschont. Dank der Integration von Sensortechnologie in Lagerhäusern können grosse Datenmengen erfasst werden. Diese Daten stellen eine wichtige Informationsquelle dar, die sorgfältig gesammelt und ausgewertet werden kann.
Die datengesteuerte Logistik zählt zu den großen Trends der Industrie 4.0. Die Vorteile sind vielfältig und reichen von der Echtzeit-Überwachung über den Abgleich von Angebot und Nachfrage bis hin zur effektiven Planung einzelner Aktivitäten.
SICK bietet eine umfassende und strategische Lösung zur Generierung von Mehrwert durch die Nutzung von Daten mithilfe von Sensoren, Track-and-Trace-Systemen und Softwareplattformen zur Analyse und Berechnung. Diese Lösung ermöglicht eine smarte Logistik entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
SICK hat viele Lösungen in der Softwarewelt entwickelt. Ein Beispiel ist Asset und Package Analytics. Diese Plattform ermöglicht die Erfassung von Sensordaten, bidirektionale Kommunikation mit anderen Logistikplattformen und Analyse durch fortschrittliche Segmentierungstechniken. Auf diese Weise ist es möglich, die Betriebsleistung in Echtzeit zu bewerten, kritische Probleme zu identifizieren und die Planung der Abläufe zu verbessern.
Ein vernetztes System
Die Verbindung zwischen den verschiedenen „Seelen“ des Lagers ist nichts Neues. In der Perspektive der Digitalisierung stellt die zunehmende Integration von Hard- und Softwarekomponenten jedoch zunehmend einen Wettbewerbsfaktor dar, um am Markt zu wachsen.
Die Hardware in der Intralogistik wird durch Sensoren auf einer ersten Ebene erfasst. Diese Sensoren ermöglichen eine 360-Grad-Sicht auf die gesamte Hardware, einschließlich Palettier- und Sortiersystemen sowie führerlosen Transportfahrzeugen (AGV) und autonomen mobilen Robotern (AMR).
Die zweite Ebene wird durch die Softwarekomponente zur Konfiguration und Überwachung der Sensoren repräsentiert. SICK bietet verschiedene Typen in dieser Richtung an, wie die Produktkonfigurationsplattform Sopas Engineering Tool oder die neue Software FieldEcho. Diese basiert auf der Verbindung von Geräten in einem IO-Link-Netzwerk, das für komplexe Architekturen ausgelegt ist. Ein weiteres Beispiel ist SARA, das Augmented-Reality-System, mit dem die von den Sensoren erfassten Daten in der realen Betriebsumgebung kontextualisiert werden können.
Ein weiterer wichtiger Faktor in der datengesteuerten Logistik ist die Anwendung von künstlicher Intelligenz. Heutzutage ist es möglich, Deep-Learning-Lösungen in Sensoren zu integrieren, um Datenmuster zu erkennen, historische Trends zu identifizieren und vorausschauende Maßnahmen zu ergreifen, um die Prozessleistung kontinuierlich zu verbessern. Laut einer von Robotics Business Review durchgeführten Studie planen 75% der Befragten bis zum Jahr 2030 die Implementierung von Lösungen mit künstlicher Intelligenz im Lager, im Vergleich zu 11% im Jahr 2019.
Der Wert der Intralogistik
Im Kontext der Industrie 4.0 gewinnt die smarte Intralogistik im Lagerbereich zunehmend an Bedeutung. Schnelligkeit, Präzision und Genauigkeit sind dabei entscheidende Faktoren.
In diesem Zusammenhang stellt die neueste Generation von automatisierten autonomen Fahrzeugen (AGV/AMR) eine wichtige Innovation dar. Durch den Einsatz von Sensoren ist es möglich, autonomes Fahren zu ermöglichen und Hindernisse zu vermeiden sowie Regale zu erkennen.
Ein Beispiel für eine von SICK entwickelte Lösung ist der Sicherheits-Laserscanner outdoorScan3, der speziell für den Einsatz im Freien konzipiert wurde. Der Scanner bietet eine hohe Produktivität durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sowie einen kontinuierlichen und zuverlässigen Materialfluss, auch bei wechselhaftem Wetter. Zudem ermöglicht er eine effektive Fehlerbehebung durch einen vereinfachten Zugang zu Diagnosedaten.
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